Werden wir zum "gläsernen Hundehalter?"

21.01.2015 19:50

Liebe HUNDEHALTER, jetzt gilt es!!!

Einige von Euch haben schon mitbekommen, dass sich am §11 im Tierschutzgesetz etwas ändert.

Einige haben davon noch gar nichts gehört.
Wieder andere, wissen, dass sich etwas ändern, interessieren sich aber nicht besonders dafür, weil sie als Hundehalter glauben: "Es betrifft ja nur die Trainer!"

Die Umsetzungspraxis zeigt etwas anderes und Ihr solltet aufmerksam lesen, wenn Ihr nicht zum "GLÄSERNEN HUNDEHALTER" werden wollt!!
Die Änderung des Paragraphen 11 des Tierschutzgesetzes besagt, dass jeder, der gewerblich Hunde für Dritte ausbildet oder Hundehalter anleitet, seinen Hund zu trainieren, dafür in Zukunft ein Mindestmaß an Sachkunde nachweisen muss.
Eine Änderung, die alle professionell arbeitenden Hundetrainer sehr begrüßen.

Leider ist es wie so oft. Irgendwer erläßt ein Gesetz, hat aber keinerlei Vorgaben oder gar Ideen, wie das umgesetzt werden könnte und überläßt es z. T. komplett überforderten Behörden, wie sie es so machen möchten!

Das führt im Moment, gelinde gesagt, zu komplettem Chaos!!

In Gemeinde X bekommt man die Sachkunde erteilt, weil der Opa vor 60 Jahren mal Dt. Schäferhunde gezüchtet hat. In Gemeinde Y bekommt man sie erteilt, wenn man hauptberuflich Hundetrainer ist, wenn man das nebenberuflich macht aber nicht, in Gemeinde Z ist es total egal, ob man eine Ausbildung hat und welche, ob man sich jahrelang immer wieder fortbildet und zig zufriedene Kunden hat, sich nie etwas hat zu schulden kommen lassen, trotzdem wird man vor den Khadi gezerrt, der noch weniger Ahnung von der Materie hat, als der Opa der von 60 Jahren mal Dt. Schäferhund gezüchtet hat.

Auch kann es sein, dass Hundetrainer A in Gemeinde A seine Sachkunde erteilt bekommt und Hundetrainer B aus Gemeinde B bekommt sie nicht, obwohl beide die komplett gleiche Qualifikation haben.

UNTER ANDEREM GEGEN DIESE UNGLEICHBEHANDLUNG UND FÜR EINE VEREINHEITLICHUNG DER VORGEHENSWEISE MACHEN SICH HUNDETRAINER BUNDESWEIT STARK!!!!

Und nun kommt Ihr und besonders DIE Hundehalter unter Euch, die bislang dachten: „Das ist ja wirklich blöd, aber was geht mich das an!“

In vielen Städten, Ländern und Gemeinden (so auch bereits in Hannover) ist die Erteilung der Sachkunde an gewisse Auflagen gebunden. Diese Auflagen sehen z. T. wie folgt aus: Der Hundetrainer ist verpflichtet, Kundenbestandsbücher zu führen, mit Angaben zu Name, Anschrift, Telefonnummer, Hunderasse, Alter etc. seines Kunden, sonst bekommt er die Sachkunde nicht.
Der Hundetrainer darf nur noch Hunde in die Hundeschule aufnehmen, die nachweislich regelmäßig geimpft und entwurmt werden, sonst bekommt er die Sachkunde nicht.
Der Hundetrainer darf nur weiter praktizieren, wenn er sich verpflichtet keine Hunde in seine Hundeschule aufzunehmen, die in irgendeinem Bundesland unter das Kampfhundegesetzt fallen.
Der Hundetrainer muss dem zuständigen Vet-Amt Mitteilung über den Grund des Hundeschulbesuchs machen und eine Verlaufsdokumentation der Methodik einreichen, sonst bekommt er die Erlaubnis nicht.

Was KÖNNTE das für den „normalen“ Hundehalter bedeuten?

Empfindliche und hochpersönliche Daten, werden an eine Behörde weitergeben, die diese Daten möglichweise weiterleitet, um z. b. heraus zu finden, ob Ihr ordentlich Eure Steuern zahlt und brav alle Hunde angemeldet habt.

Euren Tierärzten – die übrigens an der Umsetzung des Gesetzes nicht unerheblich beteiligt sind (also Tierärzte im allgemeinen) – freuen sich, da Ihr Eure Hunde nun wieder sehr regelmäßig impfen laßt, obwohl wir Euch vielleicht grade davon überzeugen konnten, dass dies nicht nur nicht nötig sondern auch z. T. gefährlich ist ODER Ihr dürft nicht mehr in die Hundeschule Eurer Wahl.

Hunderassen, wo es allen, besonders auch den verantwortungsvollen Hundehaltern ein Anliegen ist, dass sie gut erzogen durch die Umwelt tapsen, damit sie nicht unangenehm auffallen, dürfen nicht mehr in die Hundeschule, Hundehalter nicht mehr unterrichtet werden.

Wenn alle Beissvorfälle und seien sie noch so klein gemeldet werden müssen und ist das Training evtl. nicht gleich oder nicht so schnell erfolgreich… ob man dann regelmäßig das Ordnungsamt vor der Tür stehen hat und Leinen- und Maulkorbpflichten verhängt werden??

WIR WOLLEN DAS NICHT!!!!!

Aber es nutzt nichts, wenn es nur ein paar 1000 Hundetrainer es nicht wollen.

IHR – liebe HUNDEHALTER – müsste es auch NICHT WOLLEN!!!

Und wir haben eine Möglichkeit unseren Unmut kund zu tun.

Und es muss doch eine Möglichkeit geben, wenn in Deutschland jeder zweite Haushalt einen Hund hat, der als Luxusgut Steuern zahlt, und wo die Menschen wählen gehen, gemeinsam etwas zu erreichen.

Ein erster Schritt wäre, dass Ihr die Petition im Internet unterschreibt!!

Und - für meine direkten Kunden - noch besser, Ihr unterschreibt sie, wenn Ihr mich in der nächsten Zeit seht. Ich habe die Liste dabei.

Ihr könnt sie auch ausdrucken, Ihr findet sie unter folgendem Link:

https://www.openpetition.de/…/hunde-brauchen-schutz-ihre-tr…

Lasst Eure Freunde, Bekannte, Verwandte, Gassigehfreunde, Kollegen, Mitstudenten, Vereinsmitglieder etc. unterschreiben. Fragt Euren TA, ob ihrs bei ihm auslegen dürft ;o) oder Euren Hundefrisör oder in Euren Futterhaus!!

Wir brauchen VIELE Unterschriften, damit wir was bewegen können!!!
Jeder kann etwas tun!!!

Ich möchte am Ende nochmal EINES betonen: Ich WILL eine einheitliche Regelung und eine gemeinsame Basis für Hundetrainer. Und gerne lege ich auch eine Sachkunde ab. ABER eine EINHEITLICHE, ANERKANNTE und keine WILLKÜRLICHE, die vom Gutdünken meines Gegenübers oder wovon auch immer abhängig ist, außer von meinem Wissensstand!!

HELFT UNS!!!!